Diskussion auf der Gemeindeversammlung zur Epiphanias-Kirche

Auf der Gemeindeversammlung am 17. M√§rz 2013 gab der Vorsitzende des Presbyteriums, Pfarrer Martin Hentschel, einen einf√ľhrenden Bericht:

 

 

Das Grundst√ľck Hermannst√§dter Str. 1-3 soll verkauft und die darauf befindliche Epiphanias-Kirche niedergelegt/abgerissen werden (Beschluss des Presbyteriums vom 4. Oktober 2012). Mit dem Erl√∂s des Verkaufes soll das Gemeindehaus am Lievelingsweg saniert und modernisiert werden. 

 

Die Epiphanias-Kirche wurde 1987 erbaut als Gemeindehaus, Kirche und Pfarrwohnung in dem neu entstandenen Stadtteil Neu-Tannenbusch. Damals lag die Gemeindegliederzahl bei 4.500. Inzwischen ist die Gemeindegliederzahl auf unter 3000 gesunken. Im Stadtteil Neu-Tannenbusch leben ca. ein Drittel der Gemeindeglieder der Gesamtgemeinde, die sich √ľber die Stadtteile Tannenbusch und Dransdorf erstreckt.

F√ľr die Erf√ľllung der gemeindlichen Aufgaben wird das Geb√§ude nicht mehr ben√∂tigt; es ist seit 2003 vermietet (an das Diakonische Werk Bonn und an einen privaten Mieter).

Der Pfarrer (es besteht noch eine Pfarrstelle) wohnt im Pfarrhaus am Lievelingsweg.

Es wurde eine Geb√§udestrukturanalyse erstellt (24.02.2010), die in ihrem Res√ľmee den Verkauf des Geb√§udes empfiehlt, da die Erhaltungskosten sowie die Kosten f√ľr notwendigen Sanierungsma√ünahmen bei weitem nicht durch die Mieteinnahmen gedeckt sind. Eine angemessene Nutzung des Kirchengeb√§udes erscheint dauerhaft nicht m√∂glich. Das Geb√§ude steht nicht unter Denkmalschutz.

F√ľr die Gemeinde von identit√§tsstiftender Bedeutung ist die verbleibende, sich unter Denkmalschutz befindende Apostelkirche, Baujahr 1956, mit Gemeindezentrum, K√ľsterwohnung und Pfarrhaus im Lievelingsweg 162. Diese Geb√§ude sollen mit dem Verkaufserl√∂s saniert und modernisiert werden.

Der beabsichtigte Verkauf des Grundst√ľckes Hermannst√§dter Str. 1-3 und die Niederlegung(Abriss) des darauf befindlichen gottesdienstlichen Geb√§udes (Epiphanias Kirche) erfordern die Entwidmung der Epiphanias Kirche. Das Landeskirchenamt muss die Entwidmung genehmigen.

In der sich an den Bericht anschliessenden Aussprache wurden zahlreiche Beitr√§ge und Stellungnahmen er√∂rtert. Sie sind hier stichpunktartig aufgef√ľhrt:

Sichtbarkeit der Gemeinde in Neu-Tannenbusch geht verloren mit Abriss der Epiphanias Kirche.

Sozialberatung und Stadtteilb√ľro der Diakonie wird als Aktivit√§t der Gemeinde in Neu-Tannenbusch wahrgenommen, allein dadurch, dass sie in der Epiphanias Kirche stattfindet.

Vergleich Neu-Tannenbusch / Dransdorf, wo auch kein Gebäude der Gemeinde vorhanden ist.

Gemeinde muss bereit sein, ein Opfer zu bringen.

Attraktivität der Apostel Kirche steigern angesichts sinkender Gemeindemitgliederzahlen.

Interesse der Diakonie an Mietvertragsverlängerung.

Epiphanias Kirche stellt Leuchtturm in Neu-Tannenbusch dar.

Vergleich Umbaukosten Apostel Kirche ./. Epiphanias Kirche.

Epiphanias Kirche als Kapelle erhalten.

Evangelische Epiphanias Kirche und Katholische Thomas Morus Kirche gehören zusammen, inhaltlich, architektonisch, stadtgestalterisch.

Eine Entscheidung soll dann gefällt werden, wenn noch Entscheidungsfreiheit herrscht, nicht erst, wenn eine Notlage vorliegt.

Geb√§ude vorhanden, aber keine Personen f√ľr Gemeindearbeit.

Gemeindearbeit ist von Menschen getragen, nicht von Gebäuden.

√Ėkumene mit Kath. Thomas Morus Kirche vertiefen. Bereits jetzt gibt es gemeinsame Angebote und √∂kumenische Gottesdienste.

Pr√ľfen ob, Landeskirche oder Kirchenkreis Interesse bekundet.

Apostelkirche kann nach Umbau ein neuer Leuchturm sein.

Abschied von Gebäuden nehmen, wenn kein Gemeindeleben vorhanden.

Abrisskosten der Epiphanis Kirche.

Ein noch zu bauendes kommunales Stadtteilbegegnungszentrum könnte Diakonie aufnehmen.

 

 

Ihre Meinung ist gefragt

Was ist Ihre Meinung zum geplanten Verkauf des Grundst√ľckes Hermannst√§dter-Str. 1-3?

Soll das Geb√§ude erhalten bleiben oder soll der Erl√∂s f√ľr die verbleibenden Geb√§ude eingesetzt werden?

Schreiben Sie uns eine mail:

Pfarrer Martin Hentschel

Finanzkirchmeister Joachim Holz

Baukirchmeister Viktor Hell

 

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Die wertvollen Meistermann-Fenster der Epiphanias w√ľrden im Falle eines Abrisses der Kriche selbstverst√§ndlich im Besitz der Gemeinde bleiben und im Gemeindehaus am Lievelingsweg einen w√ľrdigen Platz bekommen.